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+++ 11.03.2016: Philoktet
Landestheater Schwaben / Germany

+++ 2016: Philoktet
Jerusalem Khan Theatre / Israel

+++ 23.01.2016: Der Auftrag
Theater Heilbronn / Germany

+++ 08.01.2016: Quartett
Artistas Unidos, Lisboa / Portugal

+++ 08.11.2015: Die Hamletmaschine
Chernihiv Oblast Theatre / Ukraine

+++ 18.09.2015: Der Auftrag
Theater Aachen / Germany
directed by Paul-Georg Dittrich

"Zement" zum Theaterhit 2013 gekürt

 

Spiegel online hat die letzte Arbeit des großen Regisseurs Dimiter Gotscheff zu einem der fünf besten neuen Klassikerinszenierungen gekürt. In dem am 6. Januar veröffentlichten Jahresrückblick heißt es über Text und Inszenierung: Die letzte Arbeit des großen Regisseurs Dimiter Gotscheff, der im Oktober starb, zeigt noch einmal all seine Stärken: den Mut zu schwierigen Stücken und großen Themen. Und sein Talent, in einer Inszenierung heiligen Ernst und grimmige Groteske zu vereinen. Heiner Müllers "Zement" von 1972, das Gotscheff am Münchner Residenztheater herausbrachte, erzählt davon, was übrigbleibt von einer Revolution (in diesem Fall der russischen von 1917), wenn der erste Rausch vorbei ist und die blutigen Kämpfe über den richtigen Kurs begonnen haben. Im Mittelpunkt steht ein Ehepaar, das sich in den Revolutionswirren drei Jahre aus den Augen verloren hat und jetzt nicht mehr zusammenfindet, weder politisch noch als Paar. Sebastian Blomberg als Idealist von brutaler Naivität und Bibiana Beglau als herb-kämpferische seelisch Verwundete sind großartig in ihrer Intensität. Von archaischer Wucht ist Gotscheffs Inszenierung, man spürt die Wut auf die verdammte Menschheit, die es einfach nicht hinbekommt, aus ihren Fehlern zu lernen. Radikal ist die Arbeit auch in ihrer Optik: Gotscheff stellte das Stück auf eine schräge, leere Spielfläche, eingerahmt von bühnenhohen zementfarbenen Stoffbahnen; eine Anmutung wie ein leeres Silo (Bühne: Ezio Toffolutti). Dieses kalte Land kann überall sein - der Bezug zu all den gerade wieder versandenden oder in blutige Bürgerkriege umschlagenden Revolutionen auf dieser Welt ist offensichtlich.

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